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Cayo Coco:
Mit zwei Taxis fuhren wir zu unserem Hotel. Ich war noch nie in einem 5
Sterne Hotel. Wir bekamen sehr schöne Zimmer. Auch die ganze Anlage war
wunderschön. Kurz ausgepackt und ab an den Strand. Welch Farben das Wasser
hatte! Aber zu Strand und Meer muß ich mich sicher nicht weiter auslassen,
haben die meisten ja schon irgendwo erlebt...
Die Familie war sehr nett und hat uns stets lecker bekocht, sie konnten gut
mit dem Buffet des 5 Sterne Hotels mithalten! Trinidad wurde zum
Weltkulturerbe erklärt und hat viel Flair. Besonders abends, wenn überall
Musik und Tanz ist. Schade, daß ich nicht tanzen kann! Wirklich schade!!!
Trinidad ist nicht groß, daher hat man schnell alles gesehen. Aber es lohnt
sich! Nachts konnten wir alle nicht soo gut schlafen, da nebenan eine Disco
war, die konnte man aber mit der Klimaanlage ausblenden. Wir Mädels hatten
dann auch noch einen fetten schwarzen Frosch im Klo. Marion hat ihn zu
fassen bekommen und rausgeworfen. Zu spät fiel mir ein, daß es ja vielleicht
gar kein Frosch sondern ein Prinz war. Schöner Mist, aber ein Rendevous auf
dem Klo ist aber auch nicht so romantisch!
In der Nähe von Trinidad ist ein schöner Strand, wo wir dann den nächsten
Nachmittag verbracht haben. Daneben war ein großes Hotel, daher gab es dann
auch ein Animationsprogramm. Wir wurden also aufgefordert einen Tanzkurs am
Strand mitzumachen. Da ich mich am Abend vorher mit einem älteren
tanzbegeisterten Herren blamiert habe, war das ja die Gelegenheit. Aber den
Hüftschwung der Cubanerinnen werde ich wohl nie hinbekommen...
Havanna
In Havanna haben wir einiges besichtigt und haben auch eine Oldtimerfahrt
gemacht. Die sind schon ganz schön urig, diese alten Autos!
Wir sind durch die Stadt geschlendert und haben uns verschiedene Dinge angesehen, wie z.B das Capitol. Dann mußte wir auch den Rückflug nach Cayo Coco und die Fahrt nach Viñales organisieren.
Abends war ein Umzug mit Trommeln, dort sind wir auch mit der Menge hinterhergegangen,
besser gesagt hinterhergetanzt. Ruhg bleiben kann man bei der Musik nicht.
Viñales
Sie organisierte uns auch gleich drei Unterkünfte, die fast nebeneinander
lagen. Das war prima. Ich wohnte mit Marion bei Norma. Alle Familien waren
sehr nett und konnten gut kochen. Leider gab es eine Vorschrift, wonach die Familien nur soviele Persone bekochen dürfen, wie auch bei ihnen zur Übernachtung gemeldet sind. Wir konnten also nicht umschichtig zu siebt dort essen. Am späten Nachmittag erkundeten wir ein
wenig die Gegend. Auf den Feldern standen immer einige Hütten rum. Ein
Tabakbauer zeigte sie uns und erklärte, wie die Tabakblätter aufgehängt
wurden und wie lange sie dort hängen mußten. Er lud uns danach noch zu einem
Kaffee in seinem Haus ein, wo mich doch gleich ein kleiner Welpe
begeisterte.
Die Freundlichkeit der Cubaner begesterte mich immer wieder. Am nächsten Tag
machten wir eine Fahrradtour zu der Höhle Cueva del Indio. Die Schreiber des
Reiseführers hatten aber recht: die Höhle ist touristisch. Wir gingen rein,
schauten uns um und plötzlich kam eine Reisegruppe von ca. 40 Personen an
uns vorbei gehechtet, als ob sie verfolgt würden. Husch, ab ins Boot und
rausgefahren...Hatten die was von der Höhle gesehen??
Wir baten den Bootsfahrer uns etwas mehr Zeit zu geben. Neben der Höhle war
ein Hotel mit Swimmingpool. Dort durften wir uns hinlegen. Es dauerte auch
nicht lange und ich war eingeschlafen. Drei Stunden später fuhren wir wieder
nach Viñales. Auf dem Weg war eine kleine Hütte, wo frisches Obst verkauft
wurde. Dort machten wir eine Rast und ließen uns mit Früchten und
Kokosnüssen verwöhnen.
Leider hat das Fahrrad von Christian schlapp gemacht. Maren und Christian
haben dann ihre Räder bis Viñales geschoben und wir anderen fuhren weiter.
Mit Marion und Alex bin ich dann noch bis zu dem Gemälde weitergefahren. Die
Landschaft ist einfach klasse zum Radfahren. Auf dem Rückweg habe ich einen
Cubaner kennengelernt, der auch mit dem Fahrrad unterwegs war. Da ich kein
spanisch konnte, war an eine Unterhaltung nicht wirklich zu denken. Aber
abends habe ich dann beim Tanzen wiedergetroffen. Und somit war dann der
Rest des Abends mit Tanzen ausgefüllt. Irgendwie können dort alle Männer
fantastisch tanzen.
Roland und Sven haben sich dann von uns abgeseilt und sich auf den Weg nach
Santiago de Cuba gemacht. Ich war am überlegen, ob ich mitfahre, habe mich
dann aber doch entschlossen, die ruhigere Variante zu wählen. Das war auch
gut so, da wir so das Familienleben besser kennengelernt haben, als wenn wir
nach zwei Tagen wieder weitergezogen wären. Aber auch nach 4 Tagen hat man
ja nur einen Bruchteil mitbekommen.
Morgens sind wir dann zu einem Aussichtspunkt an einem Hotel gelaufen. Von
dort hatte man einen herrlichen Blick auf die Mogoten.
Wir haben uns dann noch eine Höhle angesehen. Die hieß Gran Caverna de Santo Tomas
und war um Längen
besser als die andere!! Wir waren 8 Personen, die geführt wurden und die
Führung dauerte 90 min. Der Guide hatte richtig Spaß an seinem Job und hat
die Höhle auch erklärt und nicht nur erzählt, daß jener Stein aussieht wie
ein Löwe, der wie ein Drache und der wie eine Schlange...
Auf dem Rückweg hatten wir noch bei einer Tabakfabrik reingeschaut. Hier
findet sozusagen die Vorverarbeitung statt. Bei den Blättern werden die
Stengel herausgezogen und die Blätter werden getrocknet.
Dann haben wir einen Garten einer Frau angesehen, die gegen ein kleines Trinkgeld sogar eine kleine private Führung machte. Sie hat die vielfältigsten
Pflanzen in ihrem Garten und zeigt sie gerne den Besuchern.
Dann gab es noch die wunderschöne Insel Cayo Jutias die über einen Damm mit dem Taxi erreichbar war. Dort waren wir fast die einzigen und das Wasser bestand aus tausend verschiedenen Grün- und Blautönen.
Soroa
Am nächsten Tag beschlossen wir, den Wasserfall anzuschauen und eine
Wanderung zu machen. Erst gingen wir zum Mirador (Aussichtspunkt), schade, daß es bewölkt
war. Auf dem Rückweg fragten wir einen Kokusnussverkäufer nach dem Weg. Er
meinte, es wäre zu schwierig zu erklären, aber er könne uns führen.
Hm,
wollten wir ja erst nicht, aber nach ein paar Metern dachten wir, daß es ja
gar keine schlechte Idee wäre. Sonst würden wir ja an jeder Kreuzung über
den Weg diskutieren. Es stellte sich heraus, daß die Idee sehr gut war. Ihm
machte es wirklich Spaß und wir hätten den Weg im Leben nicht gefunden. An
einem kleinen Fluß konnten wir baden. Der Guide hackte uns die Kokusnuss auf
und schälte Grapefruits und außerdem hatte er echten Wabenhonig dabei.
Einige von uns gingen noch ein Stück weiter. Zum Glück wußte ich vorher
nicht, was ich dort auf dem Weg sehen würde...womöglich hätte ich die ganze
Reise in Frage gestellt...eine Vogelspinne (zum Glück schon tot).
Auf dem Rückweg gingen wir noch auf einem schmalen Weg außerhalb des
Touristenpfades zum Wasserfall. Aber dort war soviel los und wir wollten ja
noch abends nach Havanna und mußten rechtzeitig am Hotel sein. Wenn wir
gewußte hätten, daß uns das Taxi vergißt, hätten wir die Zeit sicher anders
verplant...
In Havanna haben wir uns diesmal einen ruhigeren Stadtteil ausgesucht,
nämlich Myramar. Dort wohnen zumeist die wohlhabenderen Cubaner. Ich habe
zwar auf der ganzen Reise nie das Gefühl gehabt, daß es Probleme zwischen
schwarz und weiß gab, aber das in den Villen nur Weiße zu sehen waren, hat
mir nicht wirklich überrascht. Oder war das eine subjektive Wahrnehmung?
Wir waren noch zwei Tage in Havanna und flogen von dort wieder nach Cayo
Coco. Dann hatte wir noch einen ganzen Tag auf Cayo Guillermo.
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